26.09.2014

Preisverleihung 2014

Die Städte Nettersheim, Lohmar sowie die Projektgemeinschaft Leverkusen, Rheinisch-Bergischer und Oberbergischer Kreis wurden von NRW-Umweltminister Johannes Remmel auf der Landesgartenschau NRW in Zülpich für ihr vorbildliches Engagement für den Klimaschutz mit dem Preis des Kommunalwettbewerbs HolzProKlima ausgezeichnet.


Freude bei den Siegern im Kommunalwettbewerb25.09.2014

Freude bei den Siegern im Kommunalwettbewerb

NRW-Umweltminister Johannes Remmel zeichnete kommunale Projekte aus


Kampagnenphilosophie

HolzProKlima

Alle wollen das Klima schützen. Keiner, der nicht fordert, die Treibhausgasemissionen zu senken. Aber reizen wir wirklich alle Möglichkeiten dazu aus?

Die Initiatoren der Aufklärungskampagne HolzProKlima legen den Finger in die Wunde. Denn ein wesentlicher Handlungsbereich des Klimaschutzes wird von EU und Bundesregierung noch zu wenig berücksichtigt: die Rolle von Holz und Holzprodukten für den Klimaschutz.

Stellen Sie sich vor, Wissenschaftler würden einen „CO2-Speicher“ erfinden: ein Verfahren, das CO2 ununterbrochen aus der Luft holt und zu einem Material verfestigt. Und noch besser: Dieses Material besäße ideale Eigenschaften, um überall auf der Welt als Werk- und Baustoff zu dienen. „Das wäre die Lösung“, werden Sie nun denken und vielleicht wie die meisten Menschen übersehen, dass es diesen CO2-Speicher bereits gibt.

CO2-Speicher Holz

Der deutsche Wald und die aus seinem Holz hergestellten Produkte kompensieren jedes Jahr den Kohlendioxidausstoß von rund zwei Dritteln des deutschen PKW-Bestandes. Die Bäume fangen das CO2 und spalten es; sie lagern das C (den Kohlenstoff) unschädlich im Holz ein. Je mehr und länger wir Holzprodukte in unserem Alltag verwenden, desto stärker entlasten wir das Klima von Treibhausgasemissionen.

So sinnvoll dieser gute Vorsatz ist, so gefährdet ist er zugleich. Denn zum einen ist eine Übernutzung des Waldes nicht zu rechtfertigen, zum anderen haben Politiker und Energiekonzerne Holz als Ersatz für fossile Brennstoffe und Kernkraft entdeckt. Holz liefert aber bereits jetzt zwei Prozent des Strom- und sechs Prozent des Wärmebedarfs in Deutschland. Mehr geht nicht – wie sollen sonst die Wälder, Holzbau- und Holzwerkstoffe ihren Beitrag zur Klimarettung leisten? Das direkte Verbrennen von hochwertigem Holz ist alles andere als effektiver Klimaschutz – und schafft längst nicht so viele Arbeitsplätze.

HolzProKlima will die Verwendung von Holzprodukten für den Klimaschutz stärker als bisher in das Bewusstsein der Menschen und der Politik bringen. Sie will

  • über den positiven Klimabeitrag von Holz aufklären,
  • die Holzbereitstellung für klimafreundliche Produkte absichern,
  • den Wert von Holzprodukten im Vergleich zu alternativen Produkten aufzeigen und
  • dafür eintreten, Holzprodukte neben dem Wald als Kohlenstoffsenke anzuerkennen.
Holznutzung ist aktiver Klimaschutz

Quelle: GROW