Holzmöbel machen sich nicht nur schön im Garten, sondern sind auch noch gut für das Klima. Die Experten der HolzProKlima-Initiative geben Tipps, was beim Kauf zu beachten ist.
03.07.2012Begleiten Sie unsere Wissenschaftler bei ihrer spannenden Suche nach dem Werkstoff der Zukunft.
01.05.2012Bestellen Sie das Give-away zur spielerischen Aufklärung über die Thematik.
Vielen Menschen ist der Wert des Waldes für den weltweiten Klimaschutz mittlerweile bewusst. Die öffentliche Diskussion um das Abholzen der letzten Regenwälder und die Popularität von Dokumentationsfilmen wie „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore waren einige zentrale Gründe für diesen Bewusstseinswandel der vergangenen Jahre. Und in der Tat: Wälder speichern große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2). Eine Fichte bindet zum Beispiel 95 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Jahr, eine Buche 182 Kilogramm. Daher ist ein nachhaltig bewirtschafteter Wald die Basis für einen erfolgversprechenden Klimaschutz. Leider wissen noch längst nicht so viele Menschen, dass es im Kampf gegen den Klimawandel noch eine weitere „Wunderwaffe“ gibt: nämlich das Holz der Bäume und seine langjährige Verwendung als Holzprodukte. Denn Holz bindet CO2 über seine gesamte Nutzungsdauer und über den ganzen Produktlebenszyklus: zunächst zu Schnittholz verarbeitet oder als Span- oder Faserplatte gefertigt, dann weiter verarbeitet z.B. zu Tisch, Schrank oder Tür durch Möbelindustrie und Tischlereien und letztendlich in recycelter Form, wiederum zum Bauen und Modernisieren oder für Verpackungen und Papier. Also: Je mehr Holz und Holzprodukte durch den Mensch genutzt werden, umso besser für unser Klima.
Die „Klima-Wunderwaffe“ Holz wirkt dabei gleich dreifach. Zum einen ist da die Speicherwirkung. Mit jedem Dachbalken, jeder Spanplatte und jeder Holztür wächst die Speicherkapazität von CO2. Zwei Beispiele: Im Durchschnitt beträgt der Holzanteil einer Drei-Zimmer-Wohnung rund 1.400 Kilogramm. Diese Menge bindet erstaunliche 2,6 Tonnen CO2. Ein ganzes Holzhaus kann sogar rund 80 Tonnen CO2 kompensieren.
Dazu kommt dann als zweiter Effekt die Substitutionswirkung. Damit ist gemeint, dass Holz andere Werkstoffe ersetzt, die viel energieaufwendiger erzeugt wurden und somit um ein vielfaches umwelt- und klimaschädlicher sind. So ist der Energieverbrauch von Zement vierfach höher als der von Holz. Bei Stahl liegt der Wert sogar um das zwanzigfache höher!
Sehen wir uns das in der Summe an: Mit jedem Kubikmeter Holz werden zwei Tonnen CO2 eingespart. Einerseits durch die Kohlenstoff-Speicherung und andererseits durch die Substitution, den Ersatz von umweltschädlichen Werkstoffen durch den umweltfreundlichen Werkstoff Holz. Hinzu kommt jetzt noch die überaus große Wärmedämmwirkung von Holz.
Die Nutzung von Holz und Holzprodukten zu steigern ist also die eine Lösung für den Kampf um den Klimaschutz. Die „Wunderwaffe Holz“ wird uns kaum ausgehen, denn im Gegensatz zu allen anderen Roh- und Werkstoffen wächst Holz nach. Allerdings nur in ausreichender Menge, wenn unsere Wälder nachhaltig und klug gemanagt und bewirtschaftet werden. Durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine immer größer werdende Wertschätzung für den Bau- und Werkstoff Holz lässt sich viel erreichen – zum Wohle der Menschen, der Umwelt und des Klimas.